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From Dave <davepo...@gmail.com>
Subject Re: Nutzung in UBUNTU
Date Tue, 01 Dec 2015 23:33:46 GMT
ich kann michael nur zustimmen: seit vielen Jahren installiere ich AOO mit
dpkg absolut problemlos und zuverlässig. ich finde es nicht gut, wenn
manche unnötigerweise angst verbreiten. vg, dave

Am 1. Dezember 2015 um 12:27 schrieb RA Stehmann <
anwalt@rechtsanwalt-stehmann.de>:

> On 01.12.2015 07:44, Jörg Schmidt wrote:
>
> >
> > Und wie mache ich das (=Installieren nur über die Paketverwaltung) im
> Konkreten?
>
> Das kommt darauf an, was Du unter Paketverwaltung verstehst.
>
> Wenn Du nur apt bzw. aptitude als "Paketverwaltung" verstehst, musst Du
> außerhalb der von Dir definierten Paketverwaltung installieren. Wenn Du
> auch dpkg als Teil der Paketverwaltung auffasst, bleibst Du innerhalb
> derselben.
>
> Letzteres halte ich übrigens für richtig.
> >
> > Imho gibt es nur für einige (z.B. Debian) Linuxistributionen überhaupt
> > Repositories mit AOO und diese sind keine offiziellen Repositories der
> jeweiligen
> > Distribution, womit ich mir (z.B. bei Debian) Probleme einhandle weil
> ich nicht
> > mehr ausschliesslich auf den stable Zweig setzen kann.
>
> Ersteres ist richtig, letzteres nicht. Zunächst einmal es bei AOO so,
> dass die von uns distributierten Pakete richtigerweise an eine andere
> Stelle installierten werden (nämlich nach /opt), als die
> LibreOffice-Pakete der Debian-Distribution. Und zweitens prüft auch dpkg
> die Abhängigkeiten. Da die von uns distributierten Pakete jedoch die
> meisten notwendigen Bibliotheken, aus Debian Sicht überflüssigerweise,
> enthalten und zwar in der richtigen Version, gibt es keine
> Schwierigkeiten AOO unter stable, oldstable, testing ... zu installieren.
> >
> > Nö, das ist kein Widerspruch zu Deiner Aussage, richtigerweise über die
> > Paketverwaltung installieren zu sollen, ich sehe nur nicht wie man das
> beim
> > derzeitigen Stand praktisch bewerkstelligen könnte.
>
> s.o. dpkg, mit dem AOO installiert wird, ist Teil der Paketverwaltung,
> so dass auch eine vernünftige Deinstallation etc. möglich ist.
>
> >
> >> Nach dieser Anleitung vorgehen und alles sollte gut sein:
> >> https://wiki.ubuntuusers.de/Apache_OpenOffice/Installation/no_redirect
> >
> > Und genau dort steht ein Hinweis auf das was ich meine, nämlich:
> >
> > "Fremdpakete können das System gefährden."
> >
> Stimmt: Debian-Pakete sind signiert. Die Signatur wird beim bzw. vor dem
> Installieren geprüft. Wenn mir jemand Schadsoftware unterjubelt, weiß
> ich sehr genau, wen ich dafür verantwortlich machen kann und wo ich das
> melden muss.
>
> Dies gilt nicht für irgendwelche dubiosen Fremdquellen (Windows-User
> dürften das Problem kennen). Wenn ich aber AOO vertrauen kann, gibt es
> keine Gefährdung.
>
> > Mithin ist, imho, ein völlig 'paketverwaltungskonformes' Installieren
> von AOO
> > derzeitig garnicht möglich, _wenn_ ich ein Linuxsystem will das, im
> Sinne von
> > Debian, nur auf den jeweiligen stable-Zweig der Distribution setzt -
> falls doch
> > erkläre mir bitte wie.
>
> Doch ist, s.o.. Das Einzige was anders ist, dass du die Pakete
> 'runterladen und auspacken musst, weil apt (via sources.list) das für
> dich nicht "automatisch" erledigt.
> >
> > (Das Wissen darum das die Linux-Pakete von AOO sicherheitstechnisch in
> Ordnung
> > sind, hilft mir da imho nicht weiter, denn die Sicherheit und Konsistenz
> einer
> > Linuxdistribution, hinsichtlich der Installation von Software, wird doch
> technisch
> > durch die Paketverwaltung gewährleistet/erzwungen und nicht quasi
> administrativ
> > durch Zusicherungen von (Sicherheits-)Eigenschaften bestimmter
> Software-Pakete.)
> >
> Nunja, die Debian-Maintainer bauen gegen der Versionsstand der
> Bilbliotheken des jeweiligen Releases. D.h. alle Pakete, die von einer
> bestimmten Bibliothek abhängig sind, sind gegen die gleiche Version
> dieser Bibliothek gebaut (Ja, es kann auch Ausnahmen geben). Da AOO
> jedoch die notwendigen Bibliotheken selbst mitbringt (und diese
> zusätzlich und an anderer Stelle installiert), ist das kein Problem.
>
> Also: eine Distribution verhindert lediglich, dass viele Versionen
> derselben Bibliothek vorhanden sind (bzw. sein müssen). Das macht vieles
> einfacher. Dass AOO hiervon eine Ausnahme macht, ist zwar unschön, aber
> keineswegs tragisch.
>
> Ansonsten kann eine Distribution auch nicht mehr Sicherheit
> gewährleisten als Upstream.
>
> Erzwungen wird durch die Paketverwaltung übrigens wenig, allenfalls wird
> einiges erleichtert. Du kannst dir auch mit apt bzw. aptitude ein
> "inkonsistentes" und instabiles System installieren; Dafür musst du aber
> wissen, was du tust, und dann ist das deine Verantwortung.
>
> Fazit: AOO wird regelmäßig mit der "Paketverwaltung", nämlich dpkg
> installiert, und das ist in keiner Weise ein Risiko, welches über das
> allgemeine Lebensrisiko hinausgeht, es sei denn, man besorgt sich die
> Pakete aus irgendwelchen dubiosen Quellen.
>
> Gruß
> Michael
>
>
>

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