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From Jörg Schmidt <joe...@j-m-schmidt.de>
Subject Apache in DE/A/CH unterstützen (was: Ein kurzes "Hallo" an die deutsche Community)
Date Fri, 16 Mar 2012 06:14:28 GMT
Hallo *,

 Raphael Bircher schrieb:
> > Ihr amtiert bis entweder neue CoLeads gewählt werden, Ihr 
> zurücktretet
> > oder bis die deutschsprachige Community in einem demokratischen
> > Verfahren beschließt, dass es dieses "Amt" nicht mehr gibt.
> 
> Das ist deine Auffassung ich weiss. 

Die auch ich dann hier einmal ausdrücklich unterstütze, denn die gewählten Coleds besitzen
auch mein Vertrauen und meine Unterstützung.

> Nur die ASF mag keine
> Representativen Rollen, 

Na prima, nur kümmert das hier niemanden bzw. muß es nicht. 
Ich kann beim besten Willen nicht erkennen das Apache diese 'Versammlung' hier gegründet
oder gar, zusammen mit den Rechten am Programmcode von OOo übernommen hätte. 
Hier sind also freie Leute versammelt die zusammen arbeiten wollen und dort hat kein Dritter
reinzureden!

Sorry, nur so IST die Situation und das es für die Zukunft sehr gut wäre die nationale bzw.
lokale Stärke in DE/A/CH neu zu beleben UND das gleichzeitig in möglichst enger Anlehnung
an Apache zu tun ist das Eine, das Andere ist jedoch das die Personengruppe hinter de-ooo
niemandem gehört und deshalb auch nicht 'Erbmasse' von Apache ist und das umsoweniger als
die hier verbliebenen Pertsonen ja immer noch mit dem höchst ungerechten Anschuldigungern
zu leben haben sie setzen irgendwelche Dinge im Auftrage oder Geiste von Oracle um.

> und dafür gibt es viele gute Gründe. 

Nein, dafür gibt es nahezu garkeine Gründe, denn auch Apache ist von Entwicklern dominiert,
hier jedoch gibt es keine Entwickler!

> Dass OOo
> überhaupt Co Leads hatte war übrigens zu einem grossen Teil 
> Collabnet zu
> verdanken. 

Das halte ich für eine Verzerrung der Situation und für eine Schlag is Gesicht derer die
hier versucht haben ihre eigenen Strukturen demokratisch zu gestalten!

> Die Community managt sich selbst. Ich war anfangs auch sehr kritisch
> gegenüber diesem System. Ich dachte bei einem Projekt wie OOo wird das
> nie funktionieren. Ich durfte mich eines besseren belehren lassen.

Komisch, denn dann verstehe ich nicht wie bereitwilig Du hier der 'neuen' de-Community die
Apache-Strukturen befehlen bzw. nach bester PR-Manier 'verkaufen' willst.

> In
> der internationalen Communite von OOo findest du keine Leads mehr, und
> es funktioniert. 

Ja sicher, nur geht es dort um eine Entwicklercommunity und hier eben nicht, denn hier gibt
es keine Entwickler. Hier geht es um Öffentlichkeitsarbeit, oder um Anwenderunterstützung
oder um Dokus, Dokumentvorlagen und vieles mehr ... Alles Arbeiten für 'normale' Mitglieder
die alle keine Entwickler sind und die vor allem meist eine völlig andere 'Community-Sozialisation'
haben als Entwickler.

'Community-Sozialisation'?
Ja, das ist mein Wort dafür, denn ich halte die Zeiten für Vergangenheit als nur allein
Entwickler in Projekten maßgeblich bestimmten und diese Situation Konsenz hatte. 
Ich halte es für jeden Nichtentwickler, und das sind inzwischen Viele und das sind wichtige
Leute für den Gesamterfolg, notwendig sich zu artikulieren und sich nicht von Worten Dritter
zu Strukturen übereden zu lassen die er garnicht will und die auch eigentlich nicht dem Üblichen
in der allgemeinen Zivilgesellschaft entsprechen.

*Ich habe, solange wie ich bei OOo war, für demokratische Strukturen plädiert und ich werde
das weiterhin tun, denn ich halte demokratische Strukturen für wichtig und richtig und eben
auch für diejenigen Strukturen die die Meisten von uns im normalen Leben ganz selbstverständlich
für richtig erachten!*

> Ich glaube, die meisten von OOo hatten am Anfang ihre
> Mühe mit dem Apache Way. Es ist etwas Neues, und durchaus ein anderes
> zusammenarbeiten als bei OOo. Aber das je länger ich damit arbeite,
> desto mehr liebe ich ihn. Aber man muss natürlich dem Apache Way eine
> Chance geben. Wenn man im Vorherein jede Veränderung ablehnt,
> funktioniert das natürlich nicht.

Worum es geht ist die einfache Anerkenntnis das es immer falsch ist das für die eine Gruppe
Richtige einer anderen Gruppe befehlen zu wollen, gar noch mit der Begründung wie gut es
ja bereits funktioniert.
Das ist genau dasselbe Lamento was ich von LO/TDF höre: Motto ist immer das irgendwas so
oder so sein "müsse", garnicht anders sein könne und jeder das einzusehen habe. 
Ich jedoch stehe auf dem Standpunkt das Freiwilliger ihre Strukturen nur gemeinsam selbst
bestimmen können und das es in ihren Gestaltungsspielräumen dafür keine Tabus geben darf.

Die (internationalen) Apache-Strukturen sind für die Community hier (also die 'Reste' von
de-ooo) ziemlich ungeeignet und jede weitere Diskussion dazu ist vertane Zeit.


Ich will, um nun doch noch etwas kreativ und nicht nur kritisierend zu sein, hierzu auch einmal
auf die Worte von Rob (Weir) verweisen der mir in der Diskussion die ich vor Kurzem auf führte
u.a. antwortete:

"I don't see it [die Bildung eigenständiger Gruppen] as a bad thing.  
Groups outside of AOO have some
advantages, e.g., they can raise funds, hire developers, issue press
releases, etc.  Members of such groups can also be members of the
Apache OpenOffice project.   Of course, their are benefits of working
entirely within the AOO project."

[...]

"In the same way, other organizations in the ecosystem can speak for
themselves, as organizations.  So if the FreeBSD project wants to
issue a press release about their port of OpenOffice., that is fine.
They just need to make sure they use the Apache trademarks correctly
and don't claim to be speaking on behlaf of Apache of the Apache
OpenOffice project.  They speak on behalf of their own organization.

Same thing for users groups, local open source clubs, etc.  They are
free to get involved in local issues, push for OpenOffice adoption,
etc."

Der Punkt hierbei ist vor allem das Apache in seinen Strukturen keine nationalen bzw. lokalen
Gruppen kennt und will, Rob schreibt dazu sehr deutlich:

"We have no formal project subdivisions [...]"


Je eher also das ehemalige de-ooo erkennnt das es selbst aufgerufen ist sich um seine Belange
zu kümmern und sich selbst organisieren zu müssen desto eher wird/kann es wieder in DE/A/CH
'laufen'.

*Allerdings, und ich will das betonen, ist es auch nötig diese Selbstorganisation möglichst
eng angelehnt an Apache zu tun*, meiner Meinung nach wäre es hierzu ein idealer Weg wenn
sich die Beteiligten entschlössen sich formal als Helfer für Apache OpenOffice 'einzuschreiben'
denn so bestünde Personalunion aller Mithelfer und Streit könnte erst garnicht aufkommen,
denn es muß natürlich dringend vermieden werden _derartige_ Alleingänge zu unternehmen
wie sie jüngst Team OpenOffice.org e.V. versucht hat, denn sowas mußte zwangsläufig scheitern.


Das ehemalige de-ooo täte also gut daran an seiner Selbstorganisation zu arbeiten, in enger
Abstimmung mit Apache und deren Unterstützung, aber eben selbstständig in den Dingen die
Apache zentral nicht organisiert und auch garnicht organisieren will.

Dieses Vorgehen würde es nämlich ermöglichen das Angebote zur Mithilfe, wie sie hier jüngst
von Detlef kamen und vielfach auch von anderen kamen, nicht mehr deshalb versanden würden
weil es keine Struktur gibt innerhalb derer die konkreten Aktivitäten laufen würden können.

Alles zusammen (eine internationale Apache-Struktur für internatinal zu erledigende Aufgaben
und lokale Gruppen für lokal zu erledigende Aufgaben) hieße nämlich 'getrennt marschieren,
aber vereint schlagen'.

Ein Beispiel wie erfolgreich sowas laufen kann ist z.B. das recht bekannte XAMPP bzw. ApacheFriends,
siehe: http://www.apachefriends.org/de/index.html




Meine 2 Cent.


Gruß
Jörg


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